Die beliebtesten Modelle Der Käfer-Reihe

Zwar fällt es Enthusiasten wie uns von den Käfernarren Jagstfeld natürlich schwer, einzelne Modelle aus der gesamten Kollektion der Wolfsburger Automobilschmiede als ganz besondere Liebhaberstücke hervorzuheben. Jedoch darf man nicht vergessen, dass es gerade wenige Liebhaberstücke sind, die dem Modell in seiner Gänze zu der Berühmtheit werden ließ, die es heute ist.

Herbie – Der Filmliebeskäfer für die Leinwand

Im Jahre 1969 gelang den Marketingstrategen des VW Käfers ein ganz besonderer Coup. Das Auto rollte vor den Augen von vielen Millionen Kinobesuchern weltweit über die Leinwand und begleitete eine Familie auf lustige und abenteuerliche Reisen quer durch den Globus. Die Filmreihe war beim Massenpublikum derart beliebt, dass Disney insgesamt sechs Spielfilme produzieren ließ, die weltweit Erfolge an den Kinokassen einbrachten. Das markante Auto mit der Nummer 53 am Lack wurde Vorbild in Sachen Autotuning, das in den frühen siebziger Jahren noch lange nicht so beliebt war wie es heute ist.

Superkäfer für Superfans

Ausgestattet mit einer großzügigen Motorhaube für ordentlich Leistung und einer aerodynamischen und visionären Frontschürze wurde der Superkäfer in den siebziger Jahren produziert und war vor allem im US-Amerikanischen Raum äußerst gefragt. Die neu am Markt erhältlichen MacPherson Vorderstreben waren es, die den Ingenieuren von Volkswagen einiges an Änderungen an der Karosserie abverlangten. Zudem mussten tiefgreifende Änderungen am Innenkotflügel vorgenommen werden und auch die Frontschürze bedurfte eines umfangreichen Faceliftings. Für noch mehr Leistung unter der Motorhaube sorgte ein Antrieb mit zwei Zylinderköpfen und garantierte so festen Gripp am Asphalt und einen ordentlichen Antrieb auch beim passieren von Pässen und Höhenstraßen. Dies war vor allem bei Autofahrern aus dem deutschsprachigen Raum und der alpinen Gegenden Frankreichs sehr geschätzt und deren Nachfrage nach dem Superkäfer kannte kaum Grenzen.

Mehr Platz durch die richtige Montage

Den Karosserie-Designern gelang durch die horizontale Montage des Ersatzreifens ein besonderer Clou, der für wesentlich mehr Stauraum sorgen sollte. Auch wurde unterhalb des Laderaums ein vertiefter Radkasten eingesetzt, der den Stauraum im Gegensatz zu klassischen Käfermodellen um über achtzig Prozent erhöhte. Als Feinschliff wurde die Scheibenwaschflasche gänzlich aus dem Kofferraum verbannt und in den rechten Innenkotflügel verfrachtet. All diese Änderungen führten dazu, dass die Produktionskosten für dieses Modell teurer waren als alle bisherigen Feinschliffe und der Superkäfer deshalb zum teuersten Modell seit der Erfindung des VW Käfers wurde.

Mit offenem Verdeck – Der Käfer Cabrio

Schon in den frühen 1950er Jahren war man bestrebt, vor allem auch Urlaubsreisende mit einem Auto anzusprechen, dass sich mit deren Lebenseinstellung deckt. Der Käfer Cabrio mit seinem leicht zusammenfaltbaren Dach war Ideal für Fahrten an heißen Sommertagen und generierte so eine neue zahlungskräftige Kundschaft für den Wolfsburger Automobilkonzern.